Utilitaristische politische X-Achse
Wie heimatlich und utilitaristisch zugleich sind Sozialismus und Kapitalismus eigentlich?
Tierrechte Messel
Es macht keinen Sinn sich auf politische Systeme zu beziehen, die die Umwelt- und Mitweltfrage überhaupt nie anders als instrumentalisierend einbezogen haben. Heute muss man triangulieren können und umweltpolitische Fenster öffnen, als prioritär zu faktorisierende Ankerpunkte.
Es ist gar nicht so klar, dass auf der politischen X-Achse (Merke: die sozialistische Naturfreundebewegung ist mit ihrer Geschichte viel zu viel in Vergessenheit geraten [1]) ein wesentlicher Unterschied besteht in der Auffassung von Heimat als Territorialanspruch und welche Funktion die erste Natur als „Heimat“ repräsentieren soll.
Einige Ansätze versuchen eine bestimmte ästhetisierende rücksichtslose Haltung tief verwurzelt alleinig auf der klassisch regressiven Seite des politischen Spektrums festmachen zu können, während man jede Fragwürdigkeit auf der progressiven Seite mit den gleichen hoffnungsvollen Greenwashingtönen zu kaschieren weiß, die den momentanen Glauben an eine noch mögliche normale Zukunft am Leben halten, in der ein moralisches Ich nicht dem gemeinsamen nackten Überleben geopfert wird.
Man kann nationalistische territoriale Heimatideologien kritisieren und dabei aber selbst kläglich innerhalb eines Standpunkts steckenbleiben, in dem der Sinn der Welt überhaupt davon abhängt, was er für den Menschen – oder genauer: für das kulturelle Selbstverständnis des Menschen – jeweils so darstellt.
Heimat und Natur und übergriffige Ansprüche gegenüber der „ersten Natur“ und woraus diese hergeleitet werden: „Ich habe einen Anspruch auf … weil … .“
Bei solch einer Haltung bedient man sich gerne einer im Wesentlichen immer gleichen Haltung all das abzutun, was dem „heimatlichen Ego“ erstmal egal ist. Die ästhetisch-rekreative, dabei stets instrumentalisierende Haltung zur > ersten Natur stellt bei den meisten Leuten bereits sowieso einen biopolitischen Seinszustand dar, der in Realität aber fest > der zweiten Natur zuzuordnen ist und aus unserer tierrechtspolitischen Sicht daher besonders ernstzunehmen ist.
Heimat ist aus unserer Sicht nicht einfach ererbter Besitz und unhinterfragbarer Totalanspruch, weil Heimat von dem Hintergrund von Mitweltzerstörung / Umweltzerstörung thematisiert werden sollte.
Um dies zu veranschaulichen einige wild herausgegriffene Beispiele – es sind schließlich endlos viele – die jedem geläufig sein dürften, die aber vor solch einem Hintergrund zu betrachten wären:
Bodenversieglung!
Die Bodenversieglung sagt Heimat > Das System belohnt die Zerstörung seiner eigenen Existenzgrundlage und schöpft selbst aus den daraus resultierenden Krisen noch mittelfristiges oder punktuelles Wirtschaftswachstum.
Architektur!
Moralische Glaubwürdigkeit, Beispiel Schweiz: „Alpenkulissen-Ideal“: Die spektakulären Berge bleiben als Identitätssymbol erhalten, während die bewohnten Räume dazwischen immer stärker ökonomischen Interessen unterworfen werden.
Die Schweiz pflegte das Bild von Ordnung, Nachhaltigkeit und Naturnähe. Tatsächlich standen aber wirtschaftliches Wachstum, Immobilienentwicklung, Finanzkapital und Infrastrukturentwicklung meist höher im Kurs. Naturschutz wurde oft dort akzeptiert, wo er mit wirtschaftlichen Interessen vereinbar war. Sobald Bodenwerte steigen, geraten Landschafts- und Naturschutzinteressen häufig unter Druck.
„Verstädterung der Schweiz“, „Agglomerationsschweiz“. Die eigentliche Realität des Landes sei heute weniger die Alpenidylle als ein dicht bebautes, hoch technisiertes Wirtschaftsgebiet, das seinen Mythos noch mit sich trägt, aber ihm immer weniger entspricht.
Die Schweiz verkauft der Welt ein Naturbild, während große Teile ihrer bewohnten Landschaft längst wie ein zusammenhängender urbaner Raum wirken. Das heißt nicht, dass die Berge verschwunden wären – aber die alte Vorstellung einer von der Bevölkerung tief respektierten Landschaft wird dadurch zumindest schwerer aufrechtzuerhalten. Luftbilder des Mittellandes schauen.
Die Geschichte und der Lauf der Chemiedependenzen!
Die PFAS/Ewigkeitschemikalien haben einen Herkunftsort aber keine Heimat.
[https://www.deutschlandfunk.de/beseitigung-von-ewigkeitschemikalien-laut-studie-fast-wirkungslos-und-zudem-sehr-teuer-100.html]
Endlosthema.
Geologien!
Die Alpen sind halt kein lokales Problem.
Permafrost, Gletschertourismus.
Ein zeittypisches besorgniserregendes Beispiel > Gletschertourismus: „Der Geograf E. Salim aus Lausanne spricht von einem Paradox: Touristen wollten eine schwindende Welt sehen, solange es noch geht, beschleunigten aber mit ihren umweltbelastenden Reisen den Niedergang der Welt, die sie bewundern wollten.“ https://www.deutschlandfunk.de/gletschertourismus-boomt-forscherwarnen-vor-folgen-104.html [Zugriff 20.02.26]
Die Umgestaltung von Lebensräumen, die Umwandlung der ersten Natur in die zweite Natur und anthropogene Masse!
Die Ausbreitung der anthropogenen Masse bedeutet auch eine Verdrängung anderer Formen von Rauminhabitation. Wo menschliche Infrastrukturen, industrielle Systeme und versiegelte Flächen zunehmen, werden die Lebensräume anderer Lebewesen nicht nur kleiner, sondern strukturell umgeordnet. Die Frage ist daher nicht allein, wie viel Natur „übrig bleibt“, sondern welche Beziehungen zwischen Lebewesen sind durch die zweite Natur überhaupt noch möglich. Die zweite Natur ist zur dominanten materiellen, aber auch geistigen [damit auch weltanschaulich, ideologisch, religiös] Ordnung geworden. Das Problem anthropogener Masse markiert den Punkt, an dem menschliche Produktion nicht mehr nur Natur umgestaltet, sondern die planetare Stoffordnung selbst verändert.
Kein Baumschutz und keine Erdrechte!
„[…] den Bäumen geht es schlecht – überall auf der Welt, auch in Europa: Wo nicht Dürren und Feuersbrünste wüten, da gehen die Harvester und Kettensägen um. Und das Paradoxe ist: Ausgerechnet die ambitionierten Klimaziele der EU könnten den Holzhunger der Europäer schon bald gefährlich vergrößern.“ https://www.deutschlandfunk.de/holz-erneuerbare-energien-wald-rodung-pellets-brennmaterial-co-100.html [11.07.26]
Mode- / Bekleidungsindustrien – egal welche!
Konsumgut → kulturelle Bedeutung → psychologische Funktion → soziale Dynamik → ökonomisches System → ökologische Folgen → Tierfolgen → Machtverhältnisse.
Das Problem der Bekleidungsindustrie in ihrer Summe liegt in der Menge produzierter und entsorgter Kleidung und damit den Bedarfen eines sozialen Systems, das menschliche Anerkennung, wirtschaftliche Interessen und globale Produktion so miteinander verbindet, dass die ökologischen und ethischen Kosten unsichtbar gemacht werden.
Kleidung als Ausdruck von Identität und Kaufkraft, während die Anbetroffenheit der unterschiedlichen Lebewesen und natürlichen Räume, auf deren Rücken diese Norm existiert [menschliche, sowie die tierliche und ökologische Probleme beinhaltend] und die diese „Identität“ ermöglichen, aus dem Blick geraten. Gegen die Grundhaltung mit der wir es hier zu tun haben, wird kaum agiert.
Blumentiere > Korallenbleiche > im Meer leben
Sie zeigt, wie eine menschliche Veränderung der planetaren Bedingungen Lebensgemeinschaften zerstören kann, die über Millionen Jahre eigene Formen des Zusammenlebens entwickelt haben.
Die Zerstörung der Meere geschieht nicht an einem einzigen Ort. Sie betrifft unterschiedliche Geographien des Lebens: die lichtabhängigen Korallenriffe, die wandernden Systeme des offenen Ozeans, die unsichtbaren Gemeinschaften der Tiefsee und die empfindlichen polaren Nahrungsnetze. Jede dieser Lebenswelten wird durch andere menschliche Eingriffe verändert – gemeinsam bilden diese die globale Transformation der ersten Natur in eine anthropogen dominierte Welt.
Die Verdichtung als beständiges Ideal
Die Monumente der zweiten Natur – Verwaltungsgebäude, Einkaufszentren, Verkehrsachsen, Finanzzentren, technische Infrastrukturen – können wie Tempel einer bestimmten Weltordnung verstanden werden. Sie verkörpern Werte wie Effizienz, Wachstum, Kontrolle, Geschwindigkeit und Verfügbarkeit.
Das Land erscheint nicht einfach als Gegenwelt zur Stadt, sondern wird innerhalb der gesellschaftlichen Ordnung häufig als deren Voraussetzung und Zulieferraum verstanden. Es übernimmt die Rolle des „Bodenständigen“, des Ursprünglichen und Versorgenden, während die Stadt als Ort von Kultur, Wissen, Organisation und Entscheidung erscheint.
Die erste Natur und die mit ihr verbundenen Räume werden zur materiellen Grundlage, während die zweite Natur den Raum bildet, in dem Bedeutung, Begriffe und gesellschaftliche Selbstdeutung produziert werden. Das Land wird dabei nicht einfach unterdrückt oder ausgeschlossen, sondern oft selbst in diese Ordnung eingebunden, indem es sich als „Boden“, „Heimat“, „Versorgung“ oder „Ursprünglichkeit“ versteht.
Heimat?
Stadt und Land bilden keine getrennten Welten, sondern zwei miteinander verschränkte Bereiche der zweiten Natur. Das Land wird als Bodenständigkeit und Versorgungskraft in die gesellschaftliche Ordnung integriert, während die Stadt zum Zentrum der symbolischen Produktion wird. Die Stadt denkt sich im Asphalt, das Land denkt sich im Boden – beide sind jedoch Teil einer Ordnung, in der die erste Natur bereits in menschliche Bedeutungs- und Nutzungszusammenhänge überführt wurde. Gerade weil Stadt und Land arbeitsteilig verbunden sind, kann die Stadt ihre materiellen Voraussetzungen ausblenden. Der Boden erscheint als Lieferant, die Landschaft als Raum der Bereitstellung, während die Stadt die kulturellen Kategorien erzeugt, mit denen diese Welt beschrieben wird.
Müll?
Die fehlende Bereitschaft zur Veränderung liegt möglicherweise nicht nur in ökonomischen Interessen oder politischen Strukturen, sondern auch in tiefer verankerten kulturellen Mustern des Denkens. Eine dieser Strukturen könnte darin liegen, dass Menschen dazu neigen, das, was sie nicht mehr integrieren wollen oder können, aus ihrem eigenen Wahrnehmungsraum auszulagern.
Die Erzeugung von Müll ist nicht nur ein materieller Vorgang, sondern wird kulturell und ästhetisch gerahmt. Die zweite Natur entsteht nicht allein durch technische Umgestaltung von Landschaften, sondern auch durch symbolische Systeme, die diese Umgestaltung als Fortschritt, Komfort, Modernität oder Lebensqualität darstellen. Was aus ökologischer Perspektive als Überformung und Belastung erscheint, wird kulturell häufig als Gestaltung, Ordnung oder Zivilisation gelesen.
Die Transformation von Materialien in Produkte und schließlich in Abfälle wird dadurch in einen ästhetischen Kreislauf eingebunden. Verpackungen, Konsumräume, Architektur und Warenästhetik verleihen Dingen einen Wert, während ihre spätere Existenz als Müll aus dem Blickfeld verschwindet. Die ästhetische Oberfläche trennt das Produkt von seiner materiellen Herkunft und von seinem zukünftigen Zustand als Abfall.
Die zweite Natur ist nicht nur eine materielle Umgebung, sondern auch eine Wahrnehmungsordnung. Sie bestimmt, was als schön, wertvoll, modern und wünschenswert erscheint – und was unsichtbar gemacht wird.
Nutzen oder Umbau? Umgewichtung und Kursänderung
Bei ökologischen und die Mitwelt betreffenden Fragen reicht es nicht allein aus zu fragen, ob etwas nützlich, effizient oder schädlich ist. Jede Bewertung muss nach den Beziehungen fragen: Nützlich/sinnvoll für wen? Unter welchen Bedingungen? Auf wessen Kosten? Schädlich/sinnstörend für wen und auf welche Weise? Usw. usf. Es reicht nicht, ein Lebensmodell zu verfolgen, das ethische Erosion als einen gültigen Grundsatz stabilisiert.
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[1] In meiner Heimat: Das Naturfreundehaus im Schmitten (Taunus), oft im Kontext des „Homburger Hauses“ oder regionaler Ortsgruppen genannt, ist Teil der 1895 gegründeten NaturFreunde-Bewegung. Diese entstand als Arbeiterbewegung, um arbeitenden Menschen den Zugang zur Natur, Erholung und Bildung zu ermöglichen. Siehe hierzu: https://www.homburgerhaus.de/das_haus/geschichte/ [10.07.26] Und insbesondere: NaturFreunde im Widerstand gegen den Nationalsozialismus: „Und sperrt ihr in Zuchthaus und Mauern uns ein, Glaubt ihr, ihr zwingt uns damit nieder? Fast sieht es so aus, es hat auch den Schein, Doch glaubt mir, einst kehren wir wieder! Berg frei“ Gottfried Wiedemannm, https://www.naturfreunde.de/naturfreunde-im-widerstand-gegen-den-nationalsozialismus [10.07.26]
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Anarchomäßige Hebel
Und wenn man nun Sozialismus, Mitwelt und Agens vor dem dringenden Hintergrund allgemeinen Handlungsbedarfs denkt, würde ich direkt auf Bourdieus Sozialtheorie zurückgreifen: Die Ironie besteht nämlich alles in allem auch darin, dass ausgerechnet jene politische Tradition, die Emanzipation beansprucht, die Arbeiterklasse bisweilen wie eine Klasse behandelt, die nicht selbst spricht, sondern gesprochen wird. Bourdieus Kapitaltheorie macht dagegen deutlich, dass gesellschaftliche Positionen nicht allein über ökonomische Verhältnisse bestimmt sind, sondern durch komplexe Konstellationen verschiedener Kapitalformen. Eine Politik, die das ernst nähme, müsste auch ihre Vorstellungen von Repräsentation grundlegend verändern.
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Jenseits der alten politischen Koordinaten
Es ist nicht mehr sinnvoll, sich auf politische Systeme zu berufen, deren Verhältnis zur Umwelt und zur Mitwelt historisch fast ausschließlich ein instrumentelles war. Ob liberal, konservativ, sozialistisch oder nationalistisch: Die entscheidende Gemeinsamkeit liegt darin, dass die mehr-als-menschliche Welt überwiegend als Verfügungsraum menschlicher Interessen begriffen wurde.
Die Unterschiede bestanden vor allem darin, wer über Natur verfügen darf, wie „Ressourcen“ verteilt werden oder welche menschlichen Gruppen von ihrer „Nutzung“ profitieren. Die grundlegende Frage, ob die Mitwelt überhaupt jenseits menschlicher Zwecksetzungen einen eigenen politischen und ethischen Stellenwert inhärent verkörpert, blieb weitgehend außerhalb dieser Systeme.
Und hier liegt der historische tote Winkel unserer Zeit.
Es reicht nicht mehr, politische Konflikte nur innerhalb der alten Achsen zu analysieren, sondern eine Triangulation ist nötig: Neben inneren sozialen und ökonomischen Fragen muss die Mitweltfrage als eigenständiger, prioritäter Ankerpunkt politischer Orientierung eröffnet werden.
Umweltpolitische Fenster dürfen nicht länger nachträgliche Korrekturen eines bestehenden Systems sein, sondern müssen zu grundlegenden Bezugspunkten politischen Denkens werden – und dies als eine Mitwelt, die ethisch mit den Gedanken der „Ressource“ und des Nutzens“ nicht utilisierbar wird. Ohne einen eigenständigen ökologisch-ethischen Anker reproduzieren politische Systeme ganz offensichtlich immer wieder dieselbe Logik der Aneignung.
Der Endkonsum bleibt und verändert dabei lediglich seine ideologische Oberfläche: national, sozial, liberal oder „grün“. Die Struktur bleibt dieselbe. Die Welt wird weiterhin in erster Linie danach bewertet, welchen Nutzen sie für menschliche Systeme erfüllt. Und die menschliche Identität, das menschliche Denken?
Gleichzeitig organisieren große wirtschaftliche Prozesse Menschen immer unumwundener biopolitisch über die Konsumebene. Steuerung erfolgt nicht nur über Arbeitsverhältnisse, Einkommen oder Preise, sondern über die Gestaltung von Lebensformen selbst, die affirmativ ihr Echo zumeist im Kulturkonsum finden und in einer Kulturschaffung, die sich über ihren gleichen menschlichen Hegemonialanspruch kaum selbst hinwegzusetzen vermag. Eine Hybris die Distanz schafft?
Bedürfnisse, Wünsche, Identitäten und Vorstellungen eines gelungenen Lebens werden innerhalb ökonomischer Kreisläufe erzeugt und durch Zugehörigkeit gelenkt. Der Mensch denkt sich dabei nicht wirklich zuerst als Beziehungsträger, sondern eher als Konsument innerhalb des Verwertungssystems Welt.
Und genau deshalb muss die ‚politische Grundfrage‘ neu gestellt werden.
Nicht einfach: Wer verteilt wie? Oder: Wer besitzt was?
Sondern:
Welche Beziehungen zwischen Menschen und der mehr-als-menschlichen Welt werden überhaupt als legitim vorausgesetzt?
Es lässt sich nämlich vermuten, dass die innere Krise in so etwas wie einer autopoietischen Reduktion von „Menschsein“ und „Welt“ auf eine Funktionalität liegt, bei der Menschen vorgestelltermaßen alles im Griff haben, dabei tatsächlich selbst aber zu nicht mehr als einer Funktion innerhalb eines nicht mehr greifbaren Systems werden, das alles nach „logischer Verwertbarkeit“ ordnet, weil der Hebel quasi im geklonten (fortschrittsorientierten) menschlichen Ich verankert ist, das keine denkende Relationalität vorsieht.
Die sich verselbstständigende Logik, die im Prinzip ein zeitgenössischer Ausdruck von Gewalt ist, macht es möglich, sowohl Menschen als auch andere Lebewesen, Landschaften und ökologische Zusammenhänge auf Ressourcen, Rollen und Nutzwerte zu reduzieren.
Die Überwindung dieser Logik kann kaum eine Ergänzung bestehender Politik sein. Eine Überwindung solch einer Logik ist aber überhaupt die Voraussetzung dafür, Politik angesichts der gegenwärtigen Krise neu denken zu können.
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11.07.26
