Tierliebe, die mit dem Tod im Tierheim endet?
Entwurf 14.02.26
Warum der Mainstream der Tierrechtsbewegung in den USA das „Kill-Shelter“-Problem meidet und die internationale Tierrechts- Und Tierbefreiungsbewegung dazu Stillschweigen bewahrt oder die Augen zu verschließen bevorzugt. Kill-Sheltering in den USA und die Untergrabung der Bemühungen der No Kill-Bewegung bilden ein dauerhaftes Konfliktthema im US-amerikanischen Tierschutz ab, das von der Tierrechts- und der Tierbefreiungsbewegung dort zumeist ausgeblendet wird: Tierschützer werden ignoriert.
Mehr als kognitive Dissonanz in der Tierrechtsbewegung – eher die Spitze eines Eisbergs
Die systemische Tötung von Tieren in US-amerikanischen Tierheimen ist kein Randphänomen, sondern eine institutionell organisierte Realität. Dennoch bleibt sie im Diskurs vieler selbsternannter Tierrechtsakteur*innen erstaunlich randständig.
Das Schweigen ist nicht zufällig. Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass eine prominente Organisation wie PETA selbst seit Jahren hohe Tötungszahlen in ihrem Shelter verantwortet und diese Praxis öffentlich verteidigt. Wer das System der „Kill Shelters“ grundsätzlich problematisiert, gerät damit zwangsläufig in Konflikt mit einer Organisation, die innerhalb der Bewegung symbolisches Kapital besitzt.
Die Bewegung steht also vor einem Dilemma:
• Entweder sie kritisiert die strukturelle Normalisierung des Tötens in Tierheimen – und müsste damit auch PETA offen angreifen.
• Oder sie schützt die interne Kohärenz und vermeidet eine Auseinandersetzung, die das eigene moralische Selbstbild destabilisieren könnte.
Diese Zurückhaltung lässt sich als eine Form kollektiver kognitiver Dissonanz beschreiben: Der Anspruch auf ein unbedingtes Lebensrecht kollidiert mit einer institutionell verteidigten Praxis der Tötung. Um die Spannung nicht offen austragen zu müssen, wird das Thema marginalisiert oder in technokratische Detaildebatten verschoben.
Hinzu kommt ein strategischer Faktor: Die Tierrechtsbewegung definiert sich stark im Gegensatz zu industrieller Tierausbeutung. Kill-Shelters hingegen operieren im Diskurs der „Fürsorge“. Eine fundamentale Kritik würde die bequeme Dichotomie von „böse Industrie“ vs. „guter Tierschutz“ irritieren.
Damit aber bleibt ein Kernproblem unangetastet: Wenn das Lebensrecht nicht nur gegenüber der Fleischindustrie, sondern auch gegenüber fürsorglich gerahmten Institutionen verteidigt werden soll, muss die Bewegung bereit sein, interne Machtstrukturen und symbolische Autoritäten infrage zu stellen. Solange das nicht geschieht, bleibt das Thema Kill Shelters ein toter Winkel – nicht aus Unwissenheit, sondern aus strukturellem Selbstschutz.
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Nathan Winograd vom https://nokilladvocacycenter.org/ berichtet:
PETA hat im Jahr 2025 938 Katzen getötet https://news.nathanwinograd.org/p/another-year-of-mass-killing-at-peta [14.02.26]
US-amerikanische „Tierheime“ töteten im Jahr 2025 noch mehr Tiere als zuvor und ließen mehr Tiere in ihren Zwingern sterben https://news.nathanwinograd.org/p/us-shelters-killed-more-animals-in [14.02.26]
Wer versucht das Thema auf Schmierkampagnenart zu beantworten, der könnte hier nochmal weiterlesen, warum das Kind im Falle Tierheime, die Tiere töten, in den USA tatsächlich bereits in den Brunnen gefallen ist:
Keine Glaubwürdigkeit
Kill Shelters, Verwaltungslogik und die innere Inkonsistenz der Tierrechtsbewegung
Das ausgesparte Systemproblem
Die systemische Tötung von Tieren in US-amerikanischen Tierheimen ist kein Randphänomen. Sie ist institutionell organisiert, administrativ strukturiert und moralisch gerahmt. Tiere erscheinen darin als Fälle, Kapazitäten, Prognosen, „vermittelbar“ oder „nicht vermittelbar“.
Eine fundamentale Kritik dieser Struktur bleibt innerhalb großer Teile der Tierrechtsbewegung erstaunlich schwach. Und die einzigen Stimmen, die protestieren und Gegenmodelle entwickeln werden rufmordartig diskeditiert oder schlichtweg ignoriert.
Die Situation in der Tierrechtsbewegung in the USA bildet eine bemerkenswerte Gemengelage ab, die logisch nicht nachvollziehbar ist — weil gerade eine prominente Organisation wie PETA selbst hohe Tötungszahlen verantwortet und diese Praxis argumentativ verteidigt.
Wer das Kill-Shelter-System grundsätzlich angreift, gerät damit unweigerlich in Konflikt mit einer symbolisch zentralen Akteurin der Bewegung. Das Schweigen ist daher nicht zufällig. Es schützt interne Kohärenz.
Von der Leidensethik zur Verwaltungsontologie
Tierrecht beansprucht, das Leben nichtmenschlicher Tiere als eigenwertig und unverfügbar zu denken. Doch die Kill-Shelter-Logik operiert in einer anderen Grammatik:
• Leidensprognosen
• Ressourcenkalküle
• Platzmanagement
• administrative Entscheidung
Das Tier erscheint nicht als soziales Subjekt mit Eigenzeit und Beziehungsgeflecht, sondern als verwaltbare Populationseinheit. Hier liegt der eigentliche Bruch: Nicht nur dass getötet wird, sondern wie Tiere ontologisch gefasst werden. Wenn Tötung als legitimes Mittel der Leidensvermeidung verteidigt wird, verschiebt sich der normative Kern vom Lebensrecht zurück in eine utilitaristische Bilanzlogik.
Faunazid als leise Verwaltungsform
In diesem Licht wird deutlich, dass Faunazid nicht nur industrielle Massentötung bezeichnet. Er beschreibt auch die administrative Entwirklichung tierlicher Existenz.
Faunazid ist:
• das Auslöschen von Lebensgeschichten,
• die Unterbrechung sozialer Beziehungen,
• die Beendigung tierlicher Eigenzeit,
• die Reduktion von Subjekten auf Managementprobleme.
Kill Shelters sind damit nicht bloß ein Wohlfahrtsproblem. Sie sind ein Prüfstein für die Ernsthaftigkeit des Lebensrechtsgedankens im Bereich der Tierrechte. Wenn Verwaltung über tierliches Leben entscheidet, bleibt die Verfügungsmacht strukturell intakt — selbst im „Diskurs der Befreiung“, der tatsächlich derart pervertiert geführt werde kann, wie wir am Beispiel von verschiedenen Äußerungen Newkirks immer wieder feststellen durften, aber Newkirk ist damit auch nicht alleine. Speziesismus kennt selbst den Speziesismus unter Menschen, die sich als Antispeziesisten verstehen.
Die Glaubwürdigkeitsfrage
Die Tierrechtsbewegung fordert, Speziesismus als grundlegende Diskriminierungsstruktur zu erkennen. Der Begriff „Karnismus“, geprägt von Melanie Joy, beschreibt die Ideologie, die das Töten bestimmter Tiere normalisiert, während andere als schützenswert gelten. Doch wie soll eine Bewegung Speziesist*innen überzeugen, wenn sie strukturelle Verfügung über tierliches Leben in den eigenen Reihen nicht konsequent problematisiert?
Viele Aktivist*innen haben PETA wegen rassistischer, ableistischer oder sexistischer Kampagnen kritisiert. Hier wurden moralische Maßstäbe angelegt. Auffällig ist, dass eine vergleichbare interne Empörung gegenüber institutionell verteidigter Tötung weitgehend ausbleibt. Für Außenstehende entsteht daraus ein Wahrnehmungsproblem: Wenn selbst eine führende Tierrechtsorganisation das Lebensrecht in utilitaristischer Weise ideologisch vehement relativiert, warum sollten Nicht-Veganer*innen es dann absolut nehmen – wenn Tierrechtler selbst doch derart Speziesisten sein können? Das Problem ist nicht mangelnde „Tierliebe“. Es ist die selektive Anwendung eigener Prinzipien und eine innere Unklarheit über Fragen von Recht und Unrecht sowie Sinn versus der eigenen Ignoranz.
Mehr als kognitive Dissonanz
Man könnte das als kognitive Dissonanz beschreiben. Doch es geht tiefer. Es handelt sich um eine strukturelle Restverwaltung im Inneren der Befreiungsrhetorik. Speziesismus endet nicht dort, wo Fürsorge beginnt, wenn die Verfügung über Lebensrechte erhalten bleibt. Wenn Tiere tatsächlich auch im Diskurs vom „Befreiung“ primär als zu verwaltende Existenzen erscheinen, bleibt der Kern der Hierarchie unangetastet.
Der Faunazid verändert an der Stelle bloß seine Erscheinungsform. Er wird leiser. Aber er bleibt administrativ wirksam.
Mehr als kognitive Dissonanz in der Tierrechtsbewegung > eine Spitze eines Eisbergs. Die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung sind keine Orte die frei von inneren Widersprüchlichkeiten wären, noch herrschen überall die gleichen Grundsätze oder Grundvorstellungen über Recht u Unrecht wie man sieht.
Die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung sind keine homogenen Räume moralischer Reinheit. Sie sind keine widerspruchsfreien Zonen, in denen einheitliche Grundsätze über Recht und Unrecht herrschen. Unterschiedliche normative Fundamente, divergierende strategische Ansätze und teils gegensätzliche ontologische Annahmen über das Tierliche existieren nebeneinander.
Gerade dort, wo das Lebensrecht absolut gesetzt wird, treten Brüche zutage:
zwischen Rhetorik und Praxis, zwischen Befreiungsanspruch und Verwaltungslogik, zwischen der Kritik am Speziesismus und seiner stillen Reproduktion innerhalb fürsorglich gerahmter Institutionen.
Diese inneren Spannungen sind kein Beweis für das Scheitern der Bewegung.
Aber sie sind ein Hinweis darauf, dass sie sich selbst denselben kritischen Maßstäben stellen muss, die sie an die Gesellschaft richtet.
Der Eisberg liegt unter der Oberfläche. Kognitive Dissonanz ist nur sein sichtbarer Rand.
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Drei subsequente Beiträge zum Thema > PETA, Euthanasie und Tierheime, Aktionsaufrufe, die wir bereits Jahr 2012 im deutschsprachigen Raum einbrachten:
USA: Der No Kill Advocacy Center und sein Engagement gegen die Einschläferung von Tieren in US-amerikanischen Standard-Tierheimen:
1. PETAs gute kleine Soldaten, siehe weiter unten
Aufklärung tut not … warum Nathan Winograd vom NKAC gerade PETA attackiert? (Prof. Gary Francione gehört übrigens mit zu den bekannten Kritikern dieser traurigen und paradoxen Praxis der größten Tierrechtsorga.)
2. Was ist los mit PETA? PETA und der Vorwurf der unnötigen Tiereuthanasie > https://simorgh.de/ar_issues/was_ist_los_mit_peta.pdf [14.02.26]
3. Warum töten PETA Tiere? Warum fällt so wenig Kritik an dieser Art der Vorgehensweise im Tierheimmanagement, auch von Seiten der Tierrechtler? > https://simorgh.de/ar_issues/warum-toeten-peta-tiere_2.pdf [14.02.26]
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Was die Frage von Euthanasie aus tiermedizinischer Sicht wiederum anbetrifft – um die es hier natürlich nicht vorrangig geht – gilt > Ein Ansatz, der eine konsequente Palliativversorgung in der Veterinärmedizin vorsieht, ist aus tierrechtsethischer Sicht der richtige Weg > Zum Thema Palliativmedizin und Veterinärethos > Die verschiedenen Lebensabschnitte unter Tierfreunden in E-Reader: Gruppe Messel 2023 / 7, S. 5.
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Aus dem > E-Reader: Gruppe Messel 2025 / 5, S. 63.
2012 – das Problem mit PETA und der [immernoch fortbestehenden] Politik des Einschläferns veranlasst uns dazu, Infos dazu auf Deutsch zu übersetzen:
Nathan Winograd ist eine führende Persönlichkeit in der US-amerikanischen No Kill Bewegung. Diese Bewegung kämpft gegen das Einschläfern von Tieren in Tierheimen der USA. Die meisten Tierheime dort schläfern derzeit immernoch Tiere ein, wenn sie nicht vermittelt werden können. Oft läuft die Frist zur Tötung schon nach 24 Stunden ab.
Im Zusammenhang mit der Diskussion über die Position und die Aktivitäten der Organisation PETA im Bezug auf Tierheime und Euthanasie, haben hier wir einen Artikel von Nathan Winograds Webseite übersetzt, der etwas Licht in die Angelegenheit bringt, weshalb gerade die großen Organisationen dort Fortschritte verhindern und sogar selbst ein aktives ausübendes Teil des Problems darstellen.
PETAs gute kleine Soldaten
4. September 2012, von Nathan Winograd.
Quelle: http://www.nathanwinograd.com/?p=10275, Zugriff vom 27. September 2012. Übersetzung aus dem Amerikanischen: G. Yegane Arani, veganswines.
Einige Leute scheinen die Sicht darüber verloren zu haben, was wirklich wichtig ist: die Tiere. PETAs Unterstützer haben diese Sicht definitiv verloren. PETA hat ein Statement veröffentlicht, nachdem sie zur Frage gestellt wurden darüber, weshalb sie den Angestellten des Tierheims in Shelby County, Kentucky, einen Korb mit teuren veganen Schokoladenkeksen zum Dank geschickt haben, als Reaktion auf die Erklärung des Tierheims, dass man dort mit dem Töten von Tieren wieder beginnen wolle, nach einem Zeitraum von vier Jahren, in denen das Tierheim als ein „No Kill“-Tierheim betrieben wurde. (A.d.Ü, „No Kill“ Tierheim heißt, ein Tierheim, in dem ein Tier nicht wegen der Unvermittelbarkeit – innerhalb und außerhalb eines gewissen Zeitraumes – eingeschläfert wird.)
[A.d.Ü. siehe dazu, Links 13.05.25 abrufbar:
Beware of PETA Bearing Gifts: http://www.nathanwinograd.com/?p=10148 , Setting the Record Straight: http://www.nathanwinograd.com/?p=10210 ,
PETA’s “Thank You” for Killing Shelter Pets : http://www.huffingtonpost.ca/douglas-anthony-cooper/peta- animals-kill_b_1850755.html ,
My Disturbing Encounter with the Mind of PETA http://www.nathanwinograd.com/?p=8765]
In dem Statement sagt PETA, man hätte dies getan als man die Nachricht erhalten habe, dass die Tierpopulation in Tierheim von Shelby County ziemlich hoch wäre, und dass, wenn das so weiterginge, die Gesundheit der Tiere dort gefährdet sein könnte. Sie sagten, Shelby hätte die doppelte Anzahl von Tieren in Käfigen untergebracht, und das wäre schlichtweg unakzeptabel.
PETA nennt Bewürworter der „No Kill“-Bewegung (A.d.Ü. in den USA) und der „No Kill“-Tierheime „unrealistische, unbrauchbare Gruppen“, „Höllenlöcher“ und „Slow-Kill Hoarders“
(A.d.Ü. was so viel heißt wie langsam-tötende Tierhamsterer). Auch behaupten PETA, dass Befürworter der „No Kill“-Bewegung Einschüchterer wären, die andere nur zu verunsichern suchten. Leichtfertig im Gedanken daran, ihren unangemessenen Glauben an PETA nicht doch einmal überprüfen zu müssen, verbreiten die Unterstützer PETAs Behauptungen, die auf PETAs Unschuld hinweisen sollen. Aber nichts könnte weiter entfernt von der Wahrheit liegen.
Da es so scheint, dass die Anhänger PETAs – in ihrem verzweifelten Versuch ihren Glauben an PETA zu erhalten, wovon ja schließlich auch ihre eigene Identität mit abhängt – Tiere so wenig lieben, dass sie nicht einmal dazu bereit sind, zwei Minuten dafür aufzuwenden, das Statement von PETA kritisch zu hinterfragen, werde ich genau das hier für sie tun. PETAs Erklärung ist Beachtenswert in Hinsicht auf sieben entscheidende Punkte:
1. PETA verneint nicht, dass Shelby County vier Jahre lang ein „No Kill“-Tierheim gewesen ist, obwohl sie seit Jahren behaupten, die „No Kill“-Praxis sei überhaupt nicht durchführbar.
2. PETA verneint nicht, dass sich durch Shelby County auch ihre Behauptung als falsch erweist, dass „open admission“ Tierheime (A.d.Ü. das sind Tierheime, die sich verpflichten jedes Tier aufzunehmen) nicht auf „No Kill“-Ebene betrieben werden könnten. Shelbys Motto ist „unsere Tür steht immer offen“. Und siehe da, sie beendeten das Jahr 2011 mit einer der höchsten Zahlen am Leben erhaltener Tiere („save rates“) in der Nation: mit 98.5% der Katzen und 94.5% der untergebrachten Hunde.
3. PETA behauptet, dass das Tierheim überfüllt gewesen sei, was zu unhygienischen Zuständen führen könnte und was möglicherweise dazu führen könnte, dass Tiere erkrankten und folglich (wenn das Tierheim, so wie PETA es tun, den Tieren medizinische Hilfe verweigern würde) Tiere eingeschläfert werden müssten. Kurzum PETA argumentiert, dass, um zu verhindern, dass Tiere getötet werden, wir Tiere töten müssten; was einen Widerspruch in sich darstellt. Wenn PETA sich Sorge über beengte Bedingungen macht, und wenn es sie wirklich befassen würde, dass dies zu mangelnder Hygiene führen könnte, dann ist die Antwort darauf nicht, genau das herbeizuführen – das allerschlimmste – das aus solch einer Situation resultieren könnte. Die Lösung für eine „Überbelegung“ oder Angst vor Unhygiene kann es nicht sein, diejenigen die von diesem Risiko betroffen sein könnten, zu töten. Sondern es muss das getan werden was hier nötig ist, um diese Bedingungen zu ändern. Tiere müssen aus dem Heim raus: über Adoptionen, Pflegeplätze, Transfer- und Rettungsgruppen. Und das ist auch genau das, was die Angestellten im Shelby County getan haben, nachdem sie PETAs Ratschläge ignorierten.
4. PETAs Behauptung, dass No Kill Tierheime „Höllenlöcher“ und „Slow-Kill Hoarders“ sind, kann nicht in Übereinstimmung mit der Tatsache dutzender erfolgreich operierender No Kill Gemeinschaften gebracht werden, von denen drei in diesem Video drei vorgestellt werden:
The No Kill Revoluion in America, from the No Kill Advocacy Center: https://www.youtube.com/watch?v=UzKrVYbQ3UE [13.05.25]
5. PETA behauptet, dass Shelby County gezwungen war, die Zahl der Tiere in ihren Käfigen zu verdoppeln, und das wäre untragbar. Wer sagt das? Es ist eines der andauerndsten, tödlichsten und unbegründedsten Dogmen der traditionell geführten (A.d.Ü. US- amerikanischen) Tierheime, das angeführt wird um Tiertötung als etwas Vernünftiges erscheinen zu lassen. Wenn Tiere in doppelter Anzahl in einem Käfig gehalten werden müssen, um zu verhindern, dass eines der Tiere sterben müsste, ist es aber genau das, was ein ethisches Verhalten erfordert. Und niemand außerhalb des Tierheim-Betriebes würde nur überhaupt denken, nicht für einen Moment lang, dass dies nicht die richtige Handlungsweise sein könnte, um ein Tierleben zu retten. Darüber hinaus sollte ein Tierheim, sogar wenn es halb leer steht, Tiere zu zweit halten. Diese Tiere sind soziale Wesen und die Anwesenheit eines Freundes bietet ihnen wesentliche Vorteile.
Schließen Sie ihre Augen, und stellen Sie sich vor sie wären der Direktor eines Tierheims. Alle ihre Käfige und Zwinger sind voll und es ist ihr Job Tiere zu selektieren, weil PETA Ihnen sagt, dass junge Katzen sich keinen Käfig teilen könnten oder zwei Hunde, die miteinander klarkommen, nicht gemeinsam untergebracht werden sollten. Sie gehen in den Katzenraum und schauen herum. Sollten sie die schwarze Katze dort drüben töten? Oder diesen kleinen Orangegetiegerten? Oder etwa das Kätzchen, das so einen Radau macht und sein Pfötchen aus dem Käfig streckt, um etwas Aufmerksamkeit zu erheischen? Ja, das kleine Kätzchen muss gehen. Sie weisen einen Ihrer Angestellten an, es in den Tötungsraum zu bringen. Es ist ganz aufgeregt und möchte spielen. Aber dies ist was nun wirklich mit ihm gemacht wird, wie hier in einer lokalen Tageszeitung beschrieben:
„Ein Kätzchen und eine Hand die es an seiner Nackenhaut packt und eine Nadel wird in sein Bäuchlein gesteckt, es schreit aus Angst. Sobald man die Nadel herausgezogen hat und es zurück in den Käfig gestreckt hat … schüttelt es sein Köpfchen und macht weiter mit seinen kätzchenhaften Possen. Dann wirkt es benommen und stolpert herum. Es leckt sich die Schnauze, schmeckt die Chemie in seinem Körper. Bald ist es zu sediert, um sich noch auf den Beinen halten zu können. Das Tier bricht zusammen, und wenn seine Lungen zu schwach werden, um zu arbeiten, hört es auf zu atmen.“
Dann geht es weiter zu den Hundezwingern. Wer soll heute sterben? Der Jack Russel etwa, der aufgeregt herumspringt und hofft, dass Sie vielleicht mit ihm etwas spazieren gehen? Oder eventuell der schüchterne dunkelbraune Labrador, der auf seinem Körbchen liegt? Ja, wie wär es mit ihm? Und wieder geben sie einem ihrer Mitarbeiter den Auftrag ihn in den Tötungsraum zu führen und dann den Käfig zu reinigen, damit dieser sauber ist für einen Hund der noch kommen könnte oder auch nicht. Der Hund schaut hoch an Ihren, erst scheu, aber sobald die Leine an ist, beginnt er mit mehr Zuvertrauen zu laufen. Er schaut ihnen das erst mal in die Augen, seitdem er hier bei Ihnen angekommen ist. Er sieht, nun, er sieht glücklich aus. Er geht spazieren. Er geht nach Hause. Natürlich ist beides nicht wahr.
Stattdessen bringen sie ihn in einen Raum, einen Raum der mit dem Geruch von Desinfektionsmitteln durchsetzt ist. Es ist ein rückständiges Tierheim, er sieht die anderen toten Tiere, bekommt Panik und verweigert sich. Aber sie drücken ihn nieder oder legen eine Fangbefestigung um seinen Hals und zerren ihn in den Raum. So oder so, er wird sowieso sterben. Sie hätten seine Tötung angeordnet obwohl er einen Zwinger mit einem anderen Hund hätte teilen können, worüber PETA aber behauptet, dass das unakzeptabel sei. Vielleicht wäre jemandens Herz gebrochen der gesehen hätte wie traurig dieser Hund geguckt hätte, und dieser jemand hätte sich auch dazu entschieden den Hund zu adoptieren. Aber nein, es ist jetzt zu spät für ihn. Er ist bereits tot, sein Körper ist im Tiefkühler, augestapelt auf einem riesigen Berg toter Hunde, die Platz machen mussten für andere Hunde in den letzten paar Tagen, auch für den der getötet wurde damit für ihn Platz da war.
6. Nach einem Zeitraum von vier Jahren als ein „No Kill“-Tierheim, und ohne jegliche Beschwerden wegen unsanitäter Bedingungen, kam es im Shelby zum Stau. In allen Tierheimen – „Kill Shelters“ (A.d.Ü. Tierheime in denen getötet wird) und „No Kill“ Tierheimen – passiert das während der Perioden hoher Aufnahmeraten. Der Unterschied? Die letzteren gebrauchen dies nicht als eine Entschuldigung dazu, den bequemen, rückständigen und grausamen Weg aus dem Misere zu wählen: den Weg der Tiertötung. Hingegen wird man dort in so einem Moment die eigenen Bemühungen verdoppeln und die Hilfe anderer erfragen. Statt Shelby Hilfe anzubieten und zu fragen, was man tun kann, um dort zu helfen, so dass das Handtuch nicht geworfen wird, nach vier erfolgreichen Jahren der „No Kill“-Praxis, schickt PETA ihnen einen teuren Korb mit Keksen und einem Brief, der sie darin ermutigen will den Schritt zu tun und die Tiere zu töten; trotz einem Einkommen von über 32 Mio Dollar jährlich und Millionen selbsterklärter „tierliebender“ Mitglieder. Shelby musste nur 100 Tiere unterbringen – wenn PETA wirklich Tiere lieben würde, hätten sie für alle ein Zuhaue innerhalb von einem Tag finden können (Siehe dazu: A day to Remember http://www.nathanwinograd.com/?p=9665 [13.05.25]).
7. Eine andere Gruppe, die mit einem Bruchteil dessen Haushalten muss, was PETA als Budget zu Verfügung steht (die das jedoch mit einer unerschütterlichen Menge an Liebe zu Tieren ausgleichen, die PETA entgeht) hat hier aber ihre Hilfe angeboten. Sie brachten keine Kekse. Sie brachten Pflegestellen, Menschen die Tiere adoptieren wollen und Rettungsgruppen. Und alle die Tiere, denen PETA über das Tierheim in Shelby County eine Absolution zur Tötung erteilt wurde – mit der Behauptung Shelby County hätte keine Wahl als zu Töten – wurden stattdessen gerettet.
Siehe dazu das Video: Shelby County No Kill Mission vs. PETA, vom No Kill Advocacy Center: http://vimeo.com/48651351 ; https://vimeo.com/nokilladvocacycenter [13.05.25]
Was ist damit bewiesen? Bewiesen ist damit, dass „No Kill“ funktioniert. Es beweist, dass „open admission“ Tierheime (A.d.Ü. in den USA) auf der „No Kill“ Ebene funktionieren können. Es beweist, dass das Töten nicht eine „letzter Ausweg“ ist für PETA, sondern der erste und der einzige Weg den sie erwägen. Es beweist, dass PETA falsch lagen, weil die Tiere nicht getötet werden mussten – aus dem einfachen Grund weil sie nicht getötet wurden: sie wurden adoptiert, in Pflegestellen untergebracht und an Rettungsgruppen weiter übergeben; es ist auffallend, dass dies in PETAs Folgestatement weggelassen wurde. Und hier wird auch bewiesen, dass PETA gar keine Motivation besitzt, den Tieren gegenüber rechtmäßig zu handeln. Stattdessen bleiben PETA motiviert durch das, wodurch sich alle politischen Todeskulte motiviert fühlen – den düsteren und erschreckenden Impulsen ihrer charismatischen Begründer dienstbar zur Verfügung zu stehen (siehe dazu: My distrubing Encounter With the Mind of PETA http://www.nathanwinograd.com/?p=8765 [13.05.25]). Es beweist auch, dass die Unterstützer von PETA, die dieses Statement im Namen PETAs verbreiten, Tiere so wenig Wert schätzen, dass sie dazu bereit sind, Menschen die Absolution dazu zu erteilen, Tiere aus den kapriziösesten Gründen zu töten, und – Seite an Seite mit PETA – ein grausames, antiquiertes und barbarisches Tier-„Heim“-System zu verteidigen, das keinen Platz in einer wirklich humanen Gesellschaft einnehmen kann.
Und was die „No Kill“-Verteidiger als Einschüchterer anbetrifft (eine andere unbegründete Anschuldigung): Wir gebrauchen unsere konstitutionellen Rechte mittels juristischer und demokratischer Wege. Wir bedrohen niemanden. Wir werfen niemandem Torten ins Gesicht. Wir sind friedlich, ohne Kompromisse, und stehen auf für die, die nicht für sich selbst sprechen können, und die nicht sterben wollen. Für PETA sind diejenigen, die sich für Tieradoptionen statt Tiertötung aussprechen, Einschüchterer; die, die den Transport von Tieren an Rettungsgruppen befürworten sind Einschüchterer; die, die glauben, dass wenn ein Tierheim Hilfe braucht, du ihm an Hilfe geben sollst was du geben kannst, in einer lebensbejahenden Weise, statt in der Form von Keksen und einer Ermutigung dazu, Tiere mit einer Überdosis an Barbituraten zu töten, sind Einschüchterer.
Was an Ironie zur dieser Beleidigung und Verletzung hinzukommt ist, dass es überall örtlich tierliebende Menschen gibt, die eine Reform Fordern damit Tiere in Tierheimen nicht mehr getötet werden, und die dabei bemüht sind zu helfen, dass Tierheime „No Kill“-Heime bleiben können. Aber PETA ist auch da und bekämpft diese Bemühungen: in Aufrufen, dass Pit Bulls komplett verboten werden sollen, dass Tierheime sie aber nicht mehr aufnehmen und „herausadoptieren“ sollen, dass Leute sich vereinigen sollen um zusammen wildlebende Katzen zu töten, statt sie zu sterilisieren / kastrieren und zu füttern, und PETA ist da, indem sie sich gesetzgeberischen Bemühungen zur Reform vernachlässigender und misshandelnder Tierheime entgegenstellen. Wir treten für das Leben ein. PETA tritt ein für den Tod. Und sie sind tatsächlich dazu bereit ihre über 32 Mio Dollar darauf anzuwenden, ihre Sicht anderen Aufzuzwängen. In Wirklichkeit sind sie es, die Einschüchterung betreiben. Und da der einzige Weg einem Einschüchterer zu begegnen der ist, es mit ihm aufzunehmen, ist es genau das, was wir auch weiterhin tun werden.
Der Kampf geht weiter. Und wir wollen dieses Übel stoppen.
In diesem Zusammenhang weiterlesen:
PETA’s “Thank You” for Killing Shelter Pets http://www.huffingtonpost.ca/douglas-anthony- cooper/peta-animals-kill_b_1850755.html [13.05.25]
The Butcher of Norfolk http://www.nathanwinograd.com/?p=8651 [13.05.25]
A.d.Ü.
Lesen Sie auch https://www.nathanwinograd.com/the-no-kill-equation/ und https://nokilladvocacycenter.org/the-toolkit/no-kill-101 [13.05.25] die No Kill Equation, die Grundsätze der No Kill Bewegung in den USA.

