{"id":153,"date":"2024-04-11T22:26:26","date_gmt":"2024-04-11T20:26:26","guid":{"rendered":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/?p=153"},"modified":"2024-04-11T22:26:26","modified_gmt":"2024-04-11T20:26:26","slug":"inklusive-digitale-werkraeume-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/inklusive-digitale-werkraeume-1\/","title":{"rendered":"Inklusive digitale Werkr\u00e4ume (1)"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kommunikation und Kommunikationsrechte als Tool zum selbstbestimmten Leben. Unterst\u00fctzte Kommunikation und erweiterte sprechemanzipative Erw\u00e4gungen<\/strong><\/p>\n<p><em>Gruppe Messel &gt; inklusiver digitaler Werkraum &gt; anti-ableistische Tierrechtsgemeinschaft, Beitr\u00e4ge, 27.12.2023<\/em><\/p>\n<p>Verschiedene kurz angedachte Beitr\u00e4ge<\/p>\n<ol>\n<li>Missverst\u00e4ndnisspielraum<\/li>\n<li>Kommunikationsspiel<\/li>\n<li>Geplanter Austausch auf der Peer-Ebene zum inklusiven Wohnen als UK-Nutzer*in<\/li>\n<li>Sprechemanzipation vorantreiben und Unterst\u00fctzte Kommunikation frei und spontan als Tool nutzen<\/li>\n<li>Sprach-Anarchismus<\/li>\n<li>Kommunikationskomplexit\u00e4t<\/li>\n<li>Wer dominiert Situationen<\/li>\n<li>Dichterisches \u00fcber Ableismus und Kommunikation<\/li>\n<li>Ableismus im Ableismus<\/li>\n<li>Selbstbestimmt Leben und das Leben in einer WG: Eine Situation, mit sog. qualifizierten Assistenten (Sozialarbeitern) und noch nicht so ganz gelungenem inklusivem Wohnen. Eine anekdotische Beschreibung von normalisiertem Ableismus<\/li>\n<li>Linktipp spezifisch zu Rett, aber betrifft auch die UK-Nutzung allgemein<\/li>\n<\/ol>\n<hr \/>\n<ol>\n<li>Missverst\u00e4ndnisspielraum<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein Missverst\u00e4ndnisspielraum ist wichtig und sollte eingeplant werden. Wenn Missverst\u00e4ndnisse zwischen unterschiedlich Kommunizierenden entstehen \u2013 ein UKler, der nicht flie\u00dfend MINSPEAK [1] nutzen kann zum Beispiel, und ein die-normalisierte-Sprache-Sprechender \u2013 sollte das beide Gespr\u00e4chspartizipanten nicht entmutigen oder dazu f\u00fchren, dass das Auftreten von Missverst\u00e4ndnisses \u00fcberbewertet wird.<\/p>\n<p>Stattdessen sollte die M\u00f6glichkeit des Auftretens von Missverst\u00e4ndnissen bewusst in den wechselseitigen Kommunikationsfluss mit gegenseitigem Verst\u00e4ndnis und kl\u00e4rend eingebaut werden.<\/p>\n<p>[1] Was ist MINSPEAK: MINSPEAK ist eine Software, die auf der linguistischen Ebene mit semantischer Verdichtung arbeitet &gt; <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Semantic_compaction\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Semantic_compaction<\/a> [Zugriff 24.12.23]<\/p>\n<p>Eine Info zur Entwicklung des digitalen MINSPEAK-Sprachschemas durch den amerikanischen Linguisten Bruce R. Baker &gt; <a href=\"https:\/\/minspeak.com\/minspeak-history\/\">https:\/\/minspeak.com\/minspeak-history\/<\/a> [Zugriff 24.12.23]<\/p>\n<hr \/>\n<ol start=\"2\">\n<li>Kommunikationsspiel<\/li>\n<\/ol>\n<p>Dieses Spiel kann mit jedem gespielt werden, der Lust und die Geduld hat gr\u00fcndlich zu erfragen oder\/und erfragen zu lassen. Es funktioniert wie \u201eich sehe was, was Du nicht siehst\u201c, nur geht es nicht um ein gesehenes Objekt in Sehreichweite, sondern der eine Spielpartner erdenkt sich einen Gegenstand oder ein Lebewesen, und der andere oder die anderen m\u00fcssen nun durch kluge und eingrenzende Fragen herausbekommen, an welchen Gegenstand oder an welches Lebewesen hier gedacht wird. Dieses Spiel kl\u00e4rt das Rezeptionsverh\u00e4ltnis zwischen beiden Spielerparteien<\/p>\n<hr \/>\n<ol start=\"3\">\n<li>Wir planen einen Austausch auf der Peer-Ebene zum Thema &gt; inklusiv Wohnen als UK-Nutzer*in<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u00dcberlegungen anstellen und Austausch f\u00fchren werden wir demn\u00e4chst zu folgenden Themen im Kontext spezifisch mit Barrierenerfahrungen und Diskriminierungserfahrungen von Nutzern Unterst\u00fctzter Kommunikation \u2013 insbesondere derer UK-Nutzer, die Tools nicht flie\u00dfend nutzen k\u00f6nnen oder m\u00f6chten, und denen es auch zugleich aber auch an einer gut kooperierenden \u201e\u00dcbersetzungsassistenz\u201c mangelt um ihre immernoch viel zu marginalisierten Problematiken mehr ins allgemeine Bewusstsein in der Gesellschaft zu r\u00fccken.<\/p>\n<p>Unsere Fragen winden sich um: Independent Living, Selbstbestimmtes Leben, im durch die Behindertenrechtsbewegung angedachten Sinne; Assistenz und Kommunikation; inklusives Wohnen und Kommunikationsrechte in der Praxis gemeinschaftlichen lebens.<\/p>\n<p>Zu diesem weitl\u00e4ufigen Themenkomplex planen wir uns auf der Peer-Ebene infom\u00e4\u00dfig mit anderen Aktivist*innen auszutauschen. (Ein Update wird demgem\u00e4\u00df folgen.)<\/p>\n<hr \/>\n<ol start=\"4\">\n<li>Sprechemanzipation vorantreiben und Unterst\u00fctzte Kommunikation frei und spontan als Tool nutzen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Punkte, die wir zum Thema Kommunikation und Kommunikationsrechte festhalten und \u00fcberdenken m\u00f6chten:<\/p>\n<ul>\n<li>Hypersensible Kommunikation und anarchistische Kommunikation<\/li>\n<li>Kommunikativer Fluss<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Talker in der Nutzung von unterst\u00fctzter Kommunikation (UK) als Instrument<\/p>\n<p>Eine Diskrepanz zwischen Dingen, die man denkt und kommuniziert auf der \u201einneren Gedankenebene\u201c und der expressiven Ebene im Ausdruck mit den Gespr\u00e4chspartnern und wie man das Arbeiten mit dem Talker in Hinsicht auf diese Kommunikationsaspekte erlebt.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche Frage: Wird bei mir als UK-User wahrgenommen, dass ich mir meine Gedanken mache und welche Rolle der Ausdruck und die beidseitig wahrgenommene Gespr\u00e4chssituation f\u00fcr mich im Kommunikationsfluss spielt (weitere Faktoren \u2026 )<\/p>\n<hr \/>\n<ol start=\"5\">\n<li>Sprach-Anarchismus<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sprache: Wenn man Unterst\u00fctzte Kommunikation im Sinne des MINSPEAK-Systems (der semantischen Verdichtung) anarchisch verwende m\u00f6chte, kann das nicht hei\u00dfen, dass man dann \u201eraus\u201c (\u2026) ist. Welche grunds\u00e4tzliche Fragen werfen sich auf in Hinsicht auf das Thema: Kommunikation als freies expressives Medium?<\/p>\n<p>Weitere Aspekte der <em>eigenen Sprache<\/em> &gt; \u2026 und dass dann m\u00f6glicherweise \u2013 und das w\u00e4re abtr\u00e4glich f\u00fcr die gemeinschaftliche Kommunikationsebene \u2013 Gedanken, Ausdrucksebenen der eigenen Gedanken, die eigenen Mittel des Ausdrucks &gt; als weniger \u201ewertig\u201c im Sinne von Sprache eingestuft werden von manchen Gespr\u00e4chspartnern, als es vergleichsweise bei der Einstellung gegen\u00fcber anderen Sprach- und Sprechsystemen der Fall ist, da diese \u00fcber eine allgemein anerkannte linguistische Systematik verf\u00fcgen. Wo steht der eigene Ausdruck? Die anarchische Nutzung von externen Kommunikationsmedien zur Unterst\u00fctzung des freien Ausdrucks, wenn gew\u00fcnscht?<\/p>\n<p>Eine Aberkennung von Sprechvielfalt und sprachgestalterischer Freiheit darf nicht stattfinden, wenn Restriktion und Ableismus kein Raum zur Diskriminierung geschaffen werden soll.<\/p>\n<p>Die Grundlage, die wir ben\u00f6tigen ist immer wieder ein umfassendes und offenes Sprachverst\u00e4ndnis seitens aller beteiligten Instanzen in kommunikativen Prozessen.<\/p>\n<hr \/>\n<ol start=\"6\">\n<li>Kommunikationskomplexit\u00e4t<\/li>\n<\/ol>\n<p>Eigentlich haben UK-ler eine riesige Sprachpalette, nicht weil die semantische Verdichtung (und eine quasi gedankentechnische \u201everdichtete Satzbildung\u201c) einen Teil des Ganzen oder das Ganze bildet (auf das alles Ausdrucksm\u00e4\u00dfig in der S\u00e4tzebildung und Inhalts-vermittlung aufbaut), sondern das System Sprache und das System Kommunikation selbst, beide m\u00fcssen hierbei anders, sensibel, umfassend, neu und offen betrachtet werden auf Seiten der Ausdrucks von Gedanken aber unbedingt auch auf der Seite der Rezipienten von komplexen Sprach- und Sprechsystemen, die ein weiteres Licht auf Kommunikationskomplexit\u00e4t zulassen.<\/p>\n<hr \/>\n<ol start=\"7\">\n<li>Wer dominiert Situationen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Gestaltung gemeinschaftlicher Situationen \u2013 die beispielweise im inklusiven Leben mit Assistenzbedarf auf allt\u00e4glicher Ebene unvermeidbar sind \u2013 wird in h\u00e4ufig bewusst und in patronisierender und absichtlicher Weise zu stark dominiert vom \u201eRhythmus\u201c derer, die sich als \u201enormalsprechende\u201c Verstehen, beispielsweise mit der Auswahl von \u201edominierenden Mehrheitsthemen und -interessen\u201c als im Mittelpunkt stehen sollend, Betrachtungsweisen, \u00fcber die mehr mehrheitliche \u00dcbereink\u00fcnfte bestehen oder die mit mehrheitlicher Dominanz einfach durchgesetzt werden k\u00f6nnen. Gleichzeitig wird die Anredesituation h\u00e4ufig gelenkt gestaltet und der anders Sprechende \u201ein Situationen hineinbef\u00f6rdert\u201c: Gefahrenmomente sind zu wenig Fragen zur Bildung von gegenseitigen Kommunikationsbr\u00fccken beispielsweise. Eingreifen sollte ein Sprachassistent in Momenten in denen eine Anrede stigmatisierend gestaltet ist, z.B.<\/p>\n<hr \/>\n<ol start=\"8\">\n<li>Dichterisches \u00fcber Ableismus und Kommunikation<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein Gedankengedicht:<\/p>\n<p><em>Willen, und Willen und Sprache im Kontext.<\/em><\/p>\n<p><em>Willen, Kompulsion und Sprache \u2013 k<\/em><\/p>\n<p><em>Beil\u00e4ufigkeit, Wiederholung und Sprache \u2013 \u00e4<\/em><\/p>\n<p><em>Wille, nicht als sterile Kognition \u2013 h<\/em><\/p>\n<p><em>Wille nicht als ein blo\u00dfes selektives Ausschlussverfahren \u2013 ..k \u2013 n.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<ol start=\"9\">\n<li>Ableismus im Ableismus<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u201eAls sei nichts\u201c produzieren sich manche Menschen innerhalb marginalisierter Gruppen gegen\u00fcber anderen, triangulieren dabei indem sie andere in ihre geschaffenen Szenarien als weitere proaktive Akteure hineinziehen.<\/p>\n<p>Eine Situation in der \u201esich als normalsprechend Verstehende\u201c (\u201evermeintliche Normalsprechende\u201c) jemanden innerhalb einer Gruppe beHinderter Menschen zuwenden und einer Person zujohlen: \u201emach mal dies und das\u201c, dabei lachen und wenig humorvolle \u201eWitze\u201c machen. Das ableistische Merkmal in der Situation ist, dass sie auf Handlungen in defizit\u00e4rer Weise anspielen, gestisch-verbal die Situation durchdringen (\u2026), darauf hinweisen, dass eine adressierte Person dieses und jenes \u201eja nicht machen kann\u201c. Es soll lustig sein, darauf in der Gruppe hinzuweisen, dass die Person somit in eine hilflose Situation gebracht wird, in der sie ihre BeHinderung offensichtlich als ein Defizit wahrnehmen soll. Wenn sie sich dazu ausdr\u00fcckt wird diese Person teils ignoriert, teils wird sie ignoriert und ihr sich Ausdr\u00fccken \u201eweggelacht\u201c. Sie spricht anders.<\/p>\n<p>Ein zweiter Sprechbehinderter reagiert und ist bem\u00fcht, die Partei der anderen Person mit Sprechbehinderung zu ergreifen. Das besonders schwerwiegende an solche einer Diskriminierungserfahrung ist, dass sich Menschen mit unterschiedlichen BeHinderungen hier im Spannungsfeld miteinander bewegen, und das Sprechen so von einem Barrierethema f\u00fcr Sprechbehinderte \u201amal wieder\u2018 zu einer untragbaren Diskriminierungserfahrung wird, da selbst in Gemeinschaften von Menschen mit BeHinderung Sprachvielfalt und Barriere noch nicht zu einer allgemeinen Sensibilisierung f\u00fcr das Thema geworden zu sein scheint: Auch hier dominieren Menschen auf der Ebene von ungerechten Konventionen, obgleich sie selbst Formen von ableistischer Abwertung in der Gesellschaft erfahren und es f\u00fcr alle grunds\u00e4tzlich ein \u201aDauerthema\u2018 darstellt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein Freund aus Berlin schildert:<\/p>\n<ol start=\"10\">\n<li>Selbstbestimmt Leben und das Leben in einer WG: Eine Situation, mit sog. qualifizierten Assistenten (Sozialarbeitern) und noch nicht so ganz gelungenem inklusivem Wohnen. Eine anekdotische Beschreibung von \u201enormalisiertem Ableismus\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich als sog. einfacher Assistent teile eine &gt; normalisierende und verharmlosende Haltung zum Ausschluss aus einer Kommunikationssituation nicht, bei der der UK-User kommunikationstechnisch marginalisiert wird.<\/p>\n<p><em>Folgendes Szenario erlebten der Assistenznehmer und ich als Assistenzgeber in der Wohngemeinschaft des Assistenznehmers.<\/em><\/p>\n<p>Eine typische h\u00e4ufig zu beobachtende Dominanzproblematik, die sich ergeben kann zwischen Gespr\u00e4chsteilnehmern die \u201evermeintlich \u201anormal\u2018 sprechen\u201c und Sprechbehinderten UK-Nutzern wird nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>In dem spezifischen Fall wird eine gemeinsame Wohnsituation mit dem Sozialarbeiter besprochen. Dabei dominiert der WG-Mitbewohner mit Lernbehinderung, der (aber) \u201enormal sprechen kann\u201c, w\u00e4hrend \u00fcber den Kopf des sprechbehinderten UK-Nutzers hinweg entschieden wird und \u00fcberhaupt kommuniziert wird, wenn es um administrative WG-Angelegenheiten geht.<\/p>\n<p>Als Assistent agiere ich auch als Sprachassistent im Teilhabeinteresse des Assistenznehmers. Ich beanstande den Ausschluss des Assistenznehmers aus dem Gespr\u00e4chsvorgang in der konkreten Situation.<\/p>\n<p>Zwei Personen geben situativ den Takt an in einer Situation, in der sich 4 Personen befinden, und die Situation wird auf meine Kritik hin so skizziert, als k\u00f6nne die Angelegenheit nicht prim\u00e4r mit dem sprechbehinderten Assistenznehmer besprochen werden. Sozialarbeiter und der lernbehinderte Klient zeigen sich \u00fcber ihr ungepr\u00fcftes Vorurteil einig, dass der sprechbehinderte Assistenznehmer \u201edoch sicher gar kein Interesse\u201c an so l\u00e4stigen organisatorisch-finanziellen Problemen wie einer Nebenkostenabrechnung der gemeinsam bewohnten Wohngemeinschaft habe. Der lernbehinderte Klient agiert und wird als Hauptansprechpartner w\u00e4hrend der ganzen \u201eWG-Besprechung\u201c adressiert vom Sozialarbeiter. Meines Eindruckes nach wegen der Bem\u00fchung seitens des Sozialarbeiters zu Unterst\u00fctzung von Teilhabe, w\u00e4hrend aber beim sprechbehinderten Assistenznehmer \u2013 allein aufgrund seiner Sprechbehinderung und sprachlicher Divergenzen zu \u201enormal Sprechenden\u201c \u2013 automatisch davon ausgegangen wird, dass eine Teilhabe in solche Belangen gar nicht gew\u00fcnscht sei. Eine schwerwiegend ableistische Situation, die keinesfalls kommunikationsinklusorisch gel\u00f6st ist.<\/p>\n<p>Kommunikativ wird auf arbitr\u00e4re und somit gleicherma\u00dfen diskriminierende Weise geriert es g\u00e4be \u201eKompetenzthemen\u201c, die nur den \u201eNormalsprechenden\u201c vorbehalten seien. Der sprechbehinderten Person wird vermittelt, sie sei \u201enicht absprechbar <em>genug<\/em>\u201c und man k\u00f6nne und brauche sie auch gar nicht erst genauer fragen, weil der situative Takt in ausschlie\u00dfender Weise einfach vorgegeben wird.<\/p>\n<p>Auf meine nachdr\u00fcckliche allgemein und konkret gefasste Beschwerde hin, entgegnet mir der Sozialarbeiter, dass der sprechbehinderte Assistenznehmer \u201edoch l\u00e4cheln\u201c w\u00fcrde und er selbst auch \u201ekeinen Bock auf so Papierkram h\u00e4tte\u201c, dem sprechbeHinderten Assistenznehmer w\u00fcrde es bestimmt auch so gehen, usw. usf.<\/p>\n<p>Dass der sprechbehinderte Assistenznehmer zum ersten Mal selbstst\u00e4ndig wohnt und die Teilhabe an organisatorischen Dingen sehr wohl von ihm gew\u00fcnscht ist, darf oder soll ich nicht vortragen \u2013 meine Assistenzrolle wird komplett nullifiziert. Dieser Aspekt wird einfach abgetan.<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Entscheidungen \u00fcber die ganze Gespr\u00e4chskonstellation und Situation wird bestimmt und zu einem gew\u00fcnschten Gespr\u00e4chsausgang hin von zwei Partizipanten einer Situation dominiert \u2013 bei einer Besprechung, die als WG-Besprechung angedacht war.<\/p>\n<p><em>rev. 11.04.24<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Aktueller Linktipp<\/em><\/p>\n<ol start=\"11\">\n<li>Linktipp spezifisch zum Rett-Syndrom, aber betrifft auch die UK-Nutzung allgemein<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Communication Webinars 2022 der Ontario Rett Syndrome Association sind alle so spannend, unbedingt reinschauen \u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/rett.ca\/news\/communication-webinars\/2022\/\">https:\/\/rett.ca\/news\/communication-webinars\/2022\/<\/a> [Zugriff 27.12.23] (englischsprachig) #ableismus #kommunikationsrechte #barrierefreiheit<\/p>\n<p>Werden definitiv einige Inhalte f\u00fcr unsere Seiten aufgreifen.<\/p>\n<p>\u2014<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Kommunikation und Kommunikationsrechte als Tool zum selbstbestimmten Leben. Unterst\u00fctzte Kommunikation und erweiterte sprechemanzipative Erw\u00e4gungen Gruppe Messel &gt; inklusiver digitaler Werkraum &gt; anti-ableistische Tierrechtsgemeinschaft, Beitr\u00e4ge, 27.12.2023 Verschiedene kurz angedachte Beitr\u00e4ge Missverst\u00e4ndnisspielraum Kommunikationsspiel Geplanter Austausch auf der Peer-Ebene zum inklusiven Wohnen als UK-Nutzer*in Sprechemanzipation vorantreiben und Unterst\u00fctzte Kommunikation frei und spontan als Tool nutzen Sprach-Anarchismus Kommunikationskomplexit\u00e4t&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"templates\/template-cover.php","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[6],"class_list":["post-153","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ableismus","tag-kommunikationsrechte","tw-meta-no-icon"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=153"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":154,"href":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153\/revisions\/154"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}