{"id":225,"date":"2024-08-06T01:42:48","date_gmt":"2024-08-05T23:42:48","guid":{"rendered":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/?page_id=225"},"modified":"2026-08-16T23:16:08","modified_gmt":"2026-08-16T21:16:08","slug":"tierrechtsarchiv","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tierrechtsethik.de\/freiraum\/tierrechtsarchiv\/","title":{"rendered":"Radikal-antispeziesistisches Tierrechtsarchiv"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<pre>[Tierrechte in Archiven; independent venture &gt; <a href=\"https:\/\/bsky.app\/profile\/tierrechtsarchiv.bsky.social\">auf Bluesky<\/a>]<\/pre>\n<p><a href=\"https:\/\/tierrechtsethik.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/farangis_g_yegane_spanish_dogs_1c.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1883\" src=\"https:\/\/tierrechtsethik.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/farangis_g_yegane_spanish_dogs_1c.png\" alt=\"\" width=\"2480\" height=\"1748\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kriterienkataloge m\u00f6gen sich unterscheiden, aber TR-Archivierung sammelt nicht einfach alles ein, was nur \u201eirgendwie\u201c was mit Tierrechten zu tun hat oder haben k\u00f6nnte. Wir kuratieren und archivieren unabh\u00e4ngigen\u00a0<em>Radikal-Antispeziesismus<\/em>\u00a0und in dem spezifischen Sinne wegweisende Ideen.<\/p>\n<p>Die\u00a0<em>Erg\u00e4nzungen durch Kommentare<\/em>\u00a0und die Ideenentwicklung seitens der Gruppe Messel lenken zwar von einer reinen Archivierung unserer gesammelten Quellen ab, aber sie sind auch unerl\u00e4sslich um L\u00fccken zu schlie\u00dfen und weitere, oftmals essentielle Fragen aufzuwerfen. Wir f\u00fchren momentan insofern eine Art der kommentierten Archivsammlung.<\/p>\n<p>Bewusst lassen wir Quellen aus, die sich auf Ans\u00e4tze eingrenzen lassen aus den Bereichen, z.B.<\/p>\n<ul>\n<li>reiner Tierstudien \/ Animal Studies;<\/li>\n<li>Theorien, die milden Speziesismus vertreten und daher keinen neuen Mehrwert f\u00fcr die Entwicklung von Thesen erbringen;<\/li>\n<li>Inhalte aus den kritischen Tierstudien, ohne Abgrenzung zu Biologismen;<\/li>\n<li>Materialien aus den Bereichen totaler Befreiung \/ Total Liberation oder Tierbefreiung, die Verbindungen pflegen zu Gruppen, Institutionen oder Autorinnen*, die juristische Ebenen als tierrechtspolitische Wege ausschlie\u00dfen<\/li>\n<li>\u2026<\/li>\n<li>und jegliche vergleichbaren Quellen und Materialien, aus dem typischen Mainstream der Gruppen, die sich \u201eoffiziell\u201c als Tierbewegungen darzustellen pflegen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Weiteren beziehen wir nur Quellen und Materialien mit Relevanz f\u00fcr Tierrechte und die Tierrechtsbewegung mit ein, die sich durch Kriterien kennzeichnen, die sich als &gt; nicht tierobjektifizierend in ihrer Natur zuordnen lassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/tierrechtsethik.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/edition_farangis.png\" width=\"238\" height=\"238\" \/><\/p>\n<p><strong>Das Radikal-antispeziesistische Tierrechtsarchiv<\/strong><\/p>\n<p>Das Radikal-antispeziesistische Tierrechtsarchiv auf tierrechtsethik.de ist ein eigenst\u00e4ndiges, unabh\u00e4ngiges Archivierungsprojekt der\u00a0<em>Edition Farangis \/ Gruppe Messel<\/em>.<\/p>\n<p>Es grenzt sich bewusst vom Mainstream der bekannten Tierbewegungen ab und folgt einer sehr spezifischen theoretischen Ausrichtung.<\/p>\n<p>Kernmerkmale und Ausrichtung<\/p>\n<ul>\n<li>Kuration statt Massensammlung: Das Projekt sammelt nicht wahllos alle Dokumente zum Thema Tier, sondern w\u00e4hlt gezielt wegweisende Ideen und Schriften des unabh\u00e4ngigen\u00a0<em>Radikal-Antispeziesismus<\/em>\u00a0aus.<\/li>\n<li>Theoretischer Fokus: Der Schwerpunkt liegt auf Tierrechtsethik und einer\u00a0<em>antibiologistischen Tiersoziologie<\/em>, die Subjektsein und Freiheitsf\u00e4higkeit von Tieren in den Vordergrund stellt und Tiere als eigenst\u00e4ndige soziale und politische Subjekte begreift.<\/li>\n<li>Kommentierte Sammlung: Die Archivierung wird durch kontinuierliche Kommentare, Einordnungen und eigene Ideenentwicklungen der\u00a0<em>Gruppe Messel<\/em>\u00a0begleitet, um historische und gegenw\u00e4rtige L\u00fccken in den Debatten sichtbar zu machen und weiterf\u00fchrende theoretische Perspektiven zu entwickeln.<\/li>\n<li>Kriterium der Nicht-Objektivierung: Einen wesentlichen Pr\u00fcfstein bildet die Frage, ob Tiere innerhalb der jeweiligen Position weiterhin als Objekte, Ressourcen oder blo\u00dfe Gegenst\u00e4nde menschlicher Interessen konzeptualisiert werden. Das Archiv richtet seine Auswahl daher ausdr\u00fccklich gegen tierobjektifizierende und biologisierende Denkweisen.<\/li>\n<li>Kuratierte Autor*innenauswahl: Die kuratorische Arbeit umfasst auch die gezielte Auswahl und Hervorhebung von Autor*innen, deren Schriften f\u00fcr bestimmte Entwicklungen des antispeziesistischen Denkens, der Tierrechtsethik, des Veganismus und einer nicht-biologistischen Betrachtung tierlicher Subjektivit\u00e4t von Bedeutung sind. Dabei geht es nicht um die Bildung eines verbindlichen Kanons oder um eine pauschale \u00dcbernahme s\u00e4mtlicher Positionen einzelner Autor*innen, sondern um die dauerhafte Sicherung und Zug\u00e4nglichmachung thesenstarker, historisch oder theoretisch relevanter Stimmen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bewusste Ausschlusskriterien<\/p>\n<p>Das Archiv grenzt sich scharf von anderen Str\u00f6mungen ab und schlie\u00dft Quellen aus folgenden Bereichen bewusst aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Milder Speziesismus: Theorien, die Tieren keinen grundlegenden neuen rechtlichen oder ethisch-moralischen Status zugestehen.<\/li>\n<li>Reine Animal Studies: Allgemeine oder kritische Tierstudien, sofern sie sich nicht hinreichend von biologistischen Reduktionen und entsprechenden Objektivierungszusammenh\u00e4ngen abgrenzen.<\/li>\n<li>Total Liberation \/ bestimmte Formen der Tierbefreiung: Str\u00f6mungen und Gruppen, die rechtliche und rechtspolitische Ebenen grunds\u00e4tzlich als mit der Befreiung der Tiere unvereinbar oder \u201enicht n\u00f6tig\u201c betrachten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Archivstrategie: Kuration und dauerhafte Sicherung<\/p>\n<p>Das Radikal-antispeziesistische Tierrechtsarchiv versteht sich dabei nicht prim\u00e4r als Versuch, neben den bestehenden staatlichen und wissenschaftlichen Bibliotheksstrukturen ein eigenes, m\u00f6glichst umfangreiches Zentralarchiv aufzubauen. Seine besondere Funktion liegt vielmehr in der vorgelagerten inhaltlichen Kuration.<\/p>\n<p>Die\u00a0<em>Edition Farangis<\/em>\u00a0und die\u00a0<em>Gruppe Messel<\/em>\u00a0w\u00e4hlen und publizieren Schriften und entwickeln inhaltliche Kontexte, die sie f\u00fcr eine radikal-antispeziesistische Theorie- und Ideengeschichte als relevant erachten. Aus dieser kuratorischen Arbeit entstehen unter anderem Essays, \u00dcbersetzungen, Schriftenreihen, Kommentare und eigenst\u00e4ndige theoretische Arbeiten.<\/p>\n<p>Ein entscheidender Teil dieser Strategie besteht darin, die aus der eigenen Kuration hervorgehenden Publikationen in das institutionelle Ged\u00e4chtnis der bibliografischen \u00dcberlieferung einzuschreiben. Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) stellt hierf\u00fcr eine zentrale Infrastruktur dar: Durch die bibliografische Erfassung ver\u00f6ffentlichter Schriften k\u00f6nnen diese auch \u00fcber ihren urspr\u00fcnglichen Entstehungskontext und \u00fcber die Lebensdauer einzelner Websites und Projekte hinaus recherchierbar und nachweisbar bleiben.<\/p>\n<p>Damit entsteht eine besondere Form des Archivierens:<\/p>\n<p>Das eigene Archiv kuratiert, die eigene Edition publiziert \u2013 und die institutionelle Bibliotheksinfrastruktur bewahrt.<\/p>\n<p>Die Bedeutung des Projekts liegt somit nicht allein darin, Materialien auf einer unabh\u00e4ngigen Website verf\u00fcgbar zu halten. Vielmehr geht es darum, aus einer unabh\u00e4ngigen und spezifisch radikal-antispeziesistischen Perspektive heraus ausgew\u00e4hlte Inhalte zu publizieren und dadurch in dauerhaftere Formen kultureller und bibliografischer \u00dcberlieferung zu \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n<p>Gerade f\u00fcr eine theoretische Str\u00f6mung, deren Begriffe und Positionen nicht selbstverst\u00e4ndlich Teil etablierter akademischer oder bewegungspolitischer Kanonisierungen sind, ist die Frage der langfristigen \u00dcberlieferung von besonderer Bedeutung. Die Archivstrategie zielt deshalb darauf, eigenst\u00e4ndig entwickelte Theorien, Begriffe, \u00dcbersetzungen, historische Arbeiten und Gegenpositionen nicht allein im gegenw\u00e4rtigen digitalen Kontext verf\u00fcgbar zu halten, sondern sie als publizierte und bibliografisch dokumentierte Beitr\u00e4ge einer eigenst\u00e4ndigen Ideengeschichte zu bewahren.<\/p>\n<p>Die Deutsche Nationalbibliothek bildet dabei den institutionellen Rahmen der bibliografischen \u00dcberlieferung, nicht den Ort der inhaltlichen Kuratierung. Die theoretische Auswahl, die Gewichtung von Positionen, die Kommentierung und die Entwicklung eigener Perspektiven erfolgen innerhalb der Arbeit der\u00a0<em>Edition Farangis \/ Gruppe Messel<\/em>. Die DNB erm\u00f6glicht die dauerhafte Auffindbarkeit dieser Ver\u00f6ffentlichungen, w\u00e4hrend die Verantwortung f\u00fcr ihre inhaltliche Ausrichtung und konzeptionelle Einordnung beim Archivprojekt selbst verbleibt.<\/p>\n<p>Gruppe Messel \/ Edition Farangis \u2192 Auswahl, Theorie, Kontextualisierung<br \/>\nDNB \u2192 Bewahrung, Nachweis, Auffindbarkeit<\/p>\n<p>So verbindet das Projekt drei unterschiedliche Ebenen:<\/p>\n<p>Kuration \u2192 Publikation \u2192 dauerhafte bibliografische \u00dcberlieferung<\/p>\n<p>Das Radikal-antispeziesistische Tierrechtsarchiv ist damit weniger als blo\u00dfe Sammlung zu verstehen, sondern als kuratierende und publizierende Instanz innerhalb einer l\u00e4ngerfristigen Ideengeschichte des Antispeziesismus.<\/p>\n<p>Sein Anspruch besteht darin, bestimmte theoretische Ans\u00e4tze nicht nur gegenw\u00e4rtig zug\u00e4nglich zu machen, sondern sie so zu dokumentieren, dass sie auch au\u00dferhalb der jeweiligen zeitgen\u00f6ssischen Bewegungszusammenh\u00e4nge auffindbar, recherchierbar und zitierf\u00e4hig bleiben.<\/p>\n<p>\u2014<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; [Tierrechte in Archiven; independent venture &gt; auf Bluesky] &nbsp; Kriterienkataloge m\u00f6gen sich unterscheiden, aber TR-Archivierung sammelt nicht einfach alles ein, was nur \u201eirgendwie\u201c was mit Tierrechten zu tun hat oder haben k\u00f6nnte. 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